Judith en Costa Rica

Feliz Navidad! :)

15. Januar 2011

Weihnachten in Costa Rica zu feiern, war in jedem Fall eine interessante Erfahrung! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, dass seit Anfang November (im Prinzip seit ich hier bin!) die Häuser unglaublich viel und übertrieben gechmückt waren (mittlerweile ist die Deko seit ein paar Tagen wieder weggeräumt). Man kam sich fast vor wie in Amerika, da die Lichter meist bunt und blinkend und viel aufwendiger waren als die, die man normalerweise aus Deutschland kennt. Es sei denn, man kennt das eine Haus auf der Mühlenstraße das wir in der Weihnachtszeit immer nur als “Kirmes” bezeichnet haben. Mit dem Vergleich habt ihr eine ungefähre Vorstellung ;)
Aber dann möchte ich euch einmal von meinem Heiligabend erzählen. Mit den beiden kleinen Jungs und meiner Mutter bin ich abends in die Kirche gegangen. Der Älteste wollte nicht und der Vater war von der Arbeit noch nicht nach Hause gekommen. Daniel und Juan haben in der Kirche herumgealbert und das Handy von meiner Mutter hat mitten in die Stille hinein geklingelt und zwar mit einem chinesischen Gebetsgong ;) Da musste sogar sie selbst lachen, auch wenn sie wirklich gläubig ist. Nach der Kirche hat meine Mutter all ihren Freundinnen erzählt, dass ich beim Tamales-Machen (ihr erinnert euch :P ) gefragt habe, wieviele Tage wir Tamales essen würden. Das war natürlich eine Story, über die alle Ticos herzlich gelacht haben. Das Lustige an der ganzen Geschichte war allerdings, dass wir Heiligabend gar keine Tamales gegessen haben. Als wir nach Hause kamen, war der Vater von der Arbeit zurück und hatte einen Haufen Grillfleisch mitgebracht. Das war das beste Fleisch, was ich während meiner Zeit in Costa gegessen habe :) Wir haben noch kurz unsere Geschenke überreicht und meine Gastfamilie hat sich über meins tierisch gefreut. Ich hab ihnen einen Gutschein für den Freizeitpark in San José geschenkt, da ich wusste, dass das ein großer Wunsch der Kinder ist, aber die Familie sich nicht den Eintritt für alle leisten kann. Später am Abend haben wir in der Küche noch Whiskey getrunken und saßen gemütlich zusammen, während ab und zu jemand aus der Nachbarschaft vorbeigeschaut hat, u.a. auch ein Nicaraguaner, den ich leider gar nicht verstanden hab. Daraus haben natürlich wieder alle einen Scherz gemacht und versucht mich zu verwirren und hereinzulegen, aber so ist meine Familie nun mal :) Ohne diese Angewohnheit wäre es allerdings auch nur halb so witzig!
Am nächsten Tag sind wir morgens früh in den Freizeitpark gefahren. Ihr habt euch die Fotos sicher schon angeschaut, im Prinzip sieht der Freizeitpark wie die deutschen aus, auch wenn die Palmen natürliche Bäume und keine Atrappen sind :P Wir waren auf allen Attraktionen und auf einigen sogar mehrere Male, da die Jungs nicht genug bekommen konnten. Abends sind wir noch durch San Joaquín gefahren und haben uns die Weihnachtsbeleuchtung angeschaut. Nach einer Pizza sind wir alle sehr müde in unsere Betten gefallen.

Brasilito & Tamarindo!

15. Januar 2011

Das letzte Wochenende vor Weihnachten waren wir auf der Nicoya-Halbinsel, wo es den wohl schoensten Strand Costa Ricas - Playa Conchal - geben soll. Der Strand war auch schoen und von kleinen Muscheln uebersaet, allerdings sind wir der Meinung, dass man andere Straende durchaus als schoener bezeichnen kann :) Wir haben eine kleine Reittour gemacht und sind ueber Stock und Stein gallopiert :P Nicht nur am Strand, sondern auch auf eine kleine Landzunge. Am Strand sind unsere Pferde ein wenig mit uns durchgegangen und so sind wir ruckizucki wieder an unserem Ausgangspunkt gelandet! ;)
Am naechsten Tag sind wir nach Tamarindo gefahren, dem Ami- und Surferort schlechthin. Der Strand war sehr weit und direkt an einem Nationalpark, durch den wir zu zweit in einem Boetchen an Krokodilen und vielen Voegelchen vorbeigefahren sind. An einer Stelle sind wir ausgestiegen und haben eine ganze Affenherde vom Affenopa bis zum Affenbaby gesehen :) Der Ausflug hat sich also auf jeden Fall gelohnt! Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir noch bei einem Bullriding-Festival vorbeigeschaut. Ich war zwar bereits einmal in Amerika bei einem Bullriding, aber so etwas habe ich noch nie gesehen! Die Hauptattraktion der ganzen Veranstaltung waren nämlich eher weniger die eigentlichen Bullrider, sondern die ganzen Schaulustigen, die munter und fröhlich in der “Manege” herumgerannt sind und die Bullen gereizt haben, damit sie in deren Visier kommen. Einer wurde dann glatt aufgespießt, ein anderer eventuell sogar totgetrampelt. Sobald jemand verletzt wurde, wurde er durch eine kleine Luke im Zaun in die Krankenstation geschoben, die daraufhin von allen anderen aus der Mitte gestürmt wurde, damit man sich die Verletzungen noch einmal genauer anschauen konnte. Als typischer Teil der costaricanischen Kultur war es gut dies einmal gesehen zu haben, allerdings werden wir uns so etwas nicht noch einmal anschauen. ;)
Bevor wir am Sonntag nach Hause gefahren sind, haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Playa Flamingo gemacht. Da haben wir unsere neuste Tradition wieder aufleben lassen und sind auf den Anhängern von Privatleuten zwischen Müll und anderen netten Sachen mitgefahren. Das ist nicht nur billiger und einfacher, weil man an keine Buspläne gebunden ist, die meist sowieso nicht exisiteren oder nicht unbedingt eingehalten werden, sondern macht auch mehr Spaß!

Mir ist beim Schreiben des Blogeintrags aufgefallen, dass ich gar keine Bilder vom Bullriding hochgeladen habe. Hier also noch einmal der Link von diesem Fotoalbum: http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Brasilito%20und%20Tamarindo/

Falls ihr an einem Video interessiert seid, dass zeigt, wie ein Mann aufgespießt wird, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden, da ich dieses Video im Moment nicht hochladen kann.

Die Nicoya Halbinsel & Weihnachten :)

26. Dezember 2010

Nachdem ich den Blogeintrag über Manuel Antonio bewältigt habe, muss ich mich so langsam zur Ruhe legen, da ich morgen sehr früh aufstehen muss.
Hier sind schon einmal fotografische Eindrücke sowohl vom letzten Wochenende auf der Nicoya Halbinsel als auch von Weihnachten:
Eine detaillierte Beschreibung wird noch nachgereicht! Solange könnt ihr grübeln, wieso wir zu Weihnachten im Freizeitpark waren ;)

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Brasilito%20und%20Tamarindo/

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Feliz%20Navidad/

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Parque%20Diversiones/

Zusätzlich gibt es noch ein Video, in dem meine Gastmutter und ich Tamales vorbereiten. Das ist ein typisches Weihnachtsessen in Costa Rica, das in Bananenblätter eingewickelt wird. Wir haben an die 100 Tamales gemacht, wann und wie wir die alle essen sollen, ist mir ein Rätsel ;o) Ich bin immerhin froh, dass meine Mutter nichts davon hält, die morgens, mittags und abends zu essen. Das ist nämlich nicht gerade ungewöhnlich und genug sind auf jeden Fall vorhanden! Die Tamales sind echt lecker, das Problem ist nur, dass man sich an ihnen recht schnell satt isst und sie nicht mehr sehen kann ;) Auf dem Video reißt mir leider das Bananenblatt. Eigentlich ist das sehr witzig, weil es das einzige Mal war, dass mir dies passiert ist und schwupps ist es für die Nachwelt festgehalten :)

http://www.vidup.de/v/9sInZ/

Die Geburtstagswoche!

16. Dezember 2010

Jezzi und Lutschi hatten in der letzen Woche Geburtstag und deswegen hatten wir schon vor langer Zeit besprochen, dass wir eine legendäre Geburtstagswoche in Manuel Antonio verbringen wollen. Deshalb haben wir uns bereits am Dienstag auf den Weg an den Pazifik gemacht :) Die ersten Tage haben wir in Manuel Antonio verbracht. Dort haben wir einige Stunden am Strand genossen, den Nationalpark mit seinen Affen besucht und es uns rundum gut gehen lassen. Jezzis Geburtstag haben wir in der üblichen Runde im Hostel gefeiert, da dieser Strandort unter der Woche abends nichts Großartiges zu bieten hat. Es war ein netter und witziger Abend, den wir im Hostel unseres Vertrauens feierten. Am Donnerstag haben wir beschlossen, die Pazifikküste ein wenig zu erkunden. Wir haben uns für den schönen Surferort Dominical entschieden und sind dortin aufgebrochen. Dominical ist ein sehr schöner, kleiner, aber feiner Ort. Allerdings war der Strand zum Schwimmen wegen großer Wellen und Strömungen eher weniger geeignet, weshalb wir uns nach einigem Hin- und Herüberlegen dazu entschieden haben, weiter nach Süden zu fahren zu einem Dorf namens Uvita. Laut Reiseführer hätte Uvita ein Ort sein sollen, an dem die Zeit stehen geblieben ist. Da Costa Rica viel weiter entwickelt ist, als man es sich vorstellt, waren wir begeistert, einen Ort kennenlernen zu können, an dem man das Pura Vida “im alten Sinne” erleben konnte. Das Hauptfortbewegungsmittel sei das Pferd, die Atmosphäre der Stadt erinnere an vergangene Zeiten, so der Reiseführer. Da von Dominical kein Bus nach Uvita fuhr, sind wir mit einem Taxi aufgebrochen. Die Preise der Taxis in Deutschland sind mit denen in Costa Rica nicht zu vergleichen. Was allerdings ein gewaltiger Unterschied ist, ist, dass es viele zuvorkommende und sehr freundliche Taxifahrer gibt. So haben wir auf dem Weg gen Süden ohne Aufpreis an einigen Stränden gehalten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo die schöneren Strände gelegen sind. Als wir schließlich in Uvita ankamen, waren wir verwirrt. Die Beschreibung aus dem Reiseführer erschien wie ein Märchen, da Uvita im Prinzip einfach klein und hässlich war und von der erhofften Nostalgie rein gar nichts zu spüren war. Deshalb haben wir uns kurzerhand dazu entschieden, erst gar nicht aus dem Taxi auszusteigen, sondern zum Strand von Uvita zu fahren. Der war leider 3 km von der Ortsmitte entfernt, sodass der Taxifahrer den Preis erhöhte. Als wir am Strand ankamen, stellte sich heraus, dass der Strand Teil von einem Nationalpark ist und wir somit 6$ hätten zahlen müssen. Das hatten wir uns nicht so vorgestellt und deshalb haben wir eine kurze Krisensitzung einberufen, die der Taxifahrer belustigt gelauscht hat. Letztendlich sind wir wieder nach Dominical gefahren, weil es dort mit Abstand am schönsten - und vor allem wirklich schön - war. Die Taxifahrt war an sich verschwendetes Geld, aber dafür wissen wir nun, dass es sich nicht lohnt, an der Küste weiter in den Süden vorzudringen ;o) Außerdem war diese ganze Unternehmung so dämlich, dass sie fast schon wieder lustig war!
Am Freitag sind wir wieder nach Manuel Antonio zurückgekehrt, weil noch weitere Freunde von uns ebenfalls das Wochenende in Manuel Antonio verbracht haben. Dort haben wir kurzerhand in ein anderes Hostel eingecheckt. Es war ein super Preis für ein schönes Zimmer mit Pool direkt vor der Tür, allerdings hat sich später auch gezeigt, wieso wir dort so billig nächtigen durften. Am Samstag hatte Luschi Geburtstag, sodass wir natürlich rein gefeiert haben. Am Anfang waren wir in einer Bar und sind dann später weiter nach Quepos in die Nebenstadt in eine Disko umgezogen. Nachdem wir am frühen Morgen wieder zuhause angekommen waren, sind wir kurzerhand noch in den Pool gesprungen und haben noch eine kleine Poolparty gemacht, die fast bis zum Sonnenaufgang gedauert hat :) Am nächsten Tag stellte sich leider heraus, dass Lutschi beklaut wurde. Das Komische an der ganzen Sache war, dass das Geld aus dem Hotelzimmer geklaut wurde und die Besitzer des Hotels uns von der einen auf die anderen Minute plötzlich los werden wollten. Demnach sind wir auf der Straße gelandet und haben ein weiteres Mal in das Hostel unseres Vertrauens eingecheckt. Mit dem Personal waren wir schon so gut wie befreundet und als wir erzählten, dass wir beklaut wurden, hat der Kellner des Hostels, unser aller Onkel, die Polizei gerufen, sodass wir wenigtens ein bisschen Licht in die Sache bringen konnten. Es stellte sich heraus, dass das Hotel bereits für derartige Vorfälle bekannt ist, dennoch haben wir das Geld natürlich nicht zurückbekommen. Die Stimmung war logischerweise knapp über dem Nullpunkt, da konnte uns nur ein weiterer Strandbesuch helfen :) Ingesamt war die Woche es wirklich wert! Wir hätten uns zwar im Nachhinein für ein anderes Ziel entschieden, da wir eine Reise in Richtung Süden und nicht eine Woche in Manuel Antonio geplant hatten, aber es war wie immer witzig und einzigartig!

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Manuel%20Antonio/

Liceo El Roble

7. Dezember 2010

Meine Zeit in der Sprachschule ist nun beendet und so habe ich schon letzte Woche Montag mit meinem Projekt angefangen. Leider ist die Organisation hier vor Ort nicht unbedingt ein Organisationstalent. Als ich mich an meinem ersten Tag in der Schule vorgestellt habe, wusste erstens niemand, dass ich überhaupt kommen würde und zweitens gibt es im Prinzip gar keine Arbeit für mich, da die Schüler bereits in die Ferien entlassen wurden. So kam es dazu, dass ich mit ein paar Ticos den Musikraum gestrichen habe. Die Anderen haben ein richtig schönes Kunswerk an die Wand gezaubert, während ich eher untalentierte Künstlerin mich von vornherein lieber auf das Anstreichen der Stühle und Tische beschränkt habe. Das war auch besser so, denn neben der Arbeit der Anderen hätte ich selbst ganz schön alt ausgesehen. Der Montag war echt ein lustiger Tag, nur leider kann ich schlecht jeden Tag irgendein Schulzimmer streichen.
Also bin ich am nächsten Morgen wieder in das Büro vom Chef gegangen, in voller Hoffnung, dass ihm etwas für mich eingefallen ist. Auf dem Hinweg zur Schule habe ich eine andere Freiwillige (Kiki) getroffen, die in der gleichen Schule arbeitet und ein sehr gutes Projekt zugeteilt bekommen hat. Sie unterrichuntet nämlich ca. 10 Jugendliche, die freiwillig in ihren Ferien Englisch lernen wollen. Ich bin so froh, dass sie mich gefragt hat, ob ich nicht bei ihr mitmachen möchte! :) Nun schmeißen wir zusammen den Unterricht und tun unser Bestes, dass die Schüler Englisch lernen und Spaß haben. Obwohl die Schüler schon relativ alt sind, haben sie unglaublichen Spaß an einfachen Spielen und Liedern, sodass wir den Unterricht recht abwechslungsreich gestalten können. Die Evergreens wie Galgenmännchen und Pantomime sind nur ein Teil unserer organisierten Arbeit ;)
Am Freitag stand für die Schüler eine Exkursion an, an der auch ich teilgenommen habe. Wir sind für einen Tag an die Pazifikküste gefahren. Eine Hotelanlage stand uns zur freien Verfügung und da das Hotel fast direkt am Strand lag, konnte man mehr oder weniger einen fliegenden Wechsel zwischen Pool und Strand machen. Der Ausflug war echt schön und hat sich vollkommen gelohnt. Allerdings kann ich euch nicht viele Fotos zeigen, da meine geliebte Kamera den Geist aufgegeben hat (der berühmte Objektivfehler hat mich eingeholt). Einen kleinen Einblick kann ich euch allerdings gewähren: ;)
Unsere super Lernmethoden: http://www.vidup.de/v/QxL7Y/
http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Colegio%20El%20Roble/

Graduación y Arenal

7. Dezember 2010

Letzten Freitag war ich mit meiner Familie auf der Abschlussfeier von meinem Gastbruder Juan. Es war echt ein cooler Abend! :) Allerdings hatte ich mit dem, was mich dort erwartet hat, nicht im geringsten gerechnet. Die “Graduación” war nämlich sehr an das Vorbild einer amerikanischen “Graduation”, also einer Schulabschlussfeier, angelehnt. Die Feier hatte schon Abiballcharakter und da sahen Björn und Ich mit der besten Kleidung, die wir dabei hatten, ein wenig alt aus ;) Das war aber gar nicht schlimm, da es niemandem was auszumachen schien. In Deutschland wären wir auf jeden Fall schräg von der Seite angeguckt worden, aber hier ist eben Pura Vida angesagt. ;) Die Party ging um 8 Uhr los, nachdem wir alle mit Schulbussen angekarrt worden waren. Nachdem die Schüler mit jeweils einem Elternteil feierlich eingezogen sind, wurde sofort die Tanzfläche eröffnet und ordentlich getanzt. Die Ticos können ihre Hüften schwingen, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! ;) Um ca. 10 Uhr wurde das Buffet eröffnet und gegessen. Eine Stunde später (im Prinzip direkt nachdem der letzte mit dem Essen fertig war) wurde die Veranstaltung beendet und alle fuhren wieder nach Hause. Der Abend war wirklich cool und ich bin froh, dass ich mir diese Feier nicht habe entgehen lassen :) Auch wenn es sehr amerikanisch angehaucht war (was hier bei echt vielen Sachen sehr extrem ist) und ich damit nicht gerechnet hatte, war es doch eine costarricanische Feier auf eine ganz besondere Art :)

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Graduacion%20Juan/

Am nächsten Morgen sind eine Freunde und ich dann in aller Frühe zum Arenal aufgebrochen. Der Gastvater von Lucia hat uns bis La Fortuna gebracht. Das hat uns nicht nur Stunden im Bus erspart, sondern so haben wir zusätzlich noch den “La Paz”-Wasserfall gesehen. Als wir in La Fortuna ankamen, hat es angefangen wie aus Eimern zu schütten und somit haben wir uns vollkommen durchnässt auf die Suche nach unserem Hostel gemacht. Nach ein paar Anläufen haben wir dann das Richtige gefunden und uns dort eingerichtet. Der weitere Plan sah vor, dass wir gegen Abend in die Hot Springs vom Vulkan gehen würden. Insgeheim hatten wir natürlich alle darauf gehofft, dass der Vulkan an diesem Abend ausbrechen würde. Doch diese Hoffnung war völlig unbegründet: Es war wegen des Regens sehr neblig, sodass wir den Arenal ohnehin kaum sehen konnten. Wenn der Vulkan also an diesem Abend ausgebrochen wäre, wäre es sehr ärgerlich gewesen, da wir ihn sowieso nicht hätten sehen können. ;) Die Hot Springs dagegen waren sehr cool und wir haben es uns dort gut gehen lassen. :P Aber dann kam die böse Überraschung. Mittlerweile war es dunkel geworden und die meisten Leute hatten sich schon auf den Weg gemacht. Unseren Rucksack hatten wir die gesamte Zeit im Blick, während wir unsere Anziehsachen in einer Plastiküte neben einen Baum gestellt hatten. Ihr könnt euch sicher schon denken, was passiert ist: Genau, wir wurden beklaut. Allerdings haben die Diebe bei uns nicht sonderlich viel Gewinn gemacht, da sie uns so gut wie nur Anziehsachen abgenommen haben und das Beste ist, dass unsere Tasche später von einigen Amerikanern wieder zu unserem Hostel gebracht wurde. Aber der “Überfall” war schon ein Erlebnis und im Nachhinein war es schon fast lustig, wie wir eine tico Dame mit Giselas Handtuch umschlungen gesehen haben. Abends haben wir Lauras Geburtstag in der Vulkanblickdisko gefeiert, auch wenn wir den Vulkan zu dem Zeitpunkt immer noch nicht besser sehen konnten. ;)

Am nächsten Tag sind wir in einem Wasserfall schwimmen gegangen und haben danach die geliebte Heimreise mit dem Bus angetreten!

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/La%20Fortuna%20-%20Arenal/

Ein Ausflug zu einem Wasserfall in dem Wald neben unserem Barrio mit den Gastbruedern und ihren Freunden ;)
http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/La%20catarata/

Unser “cronopio” Wochenende ;)

25. November 2010

Dieses Wochenende ging es in die Hauptstadt nach San José auf ein Reggaekonzert von Black Chiney. Wir sind nach der Schule angereist und wollten uns an sich noch ein wenig die Stadt angucken, aber daraus wurde leider nichts mehr, weil wir ein wenig im Stau standen. Wir sind daher einmal kurz über das Boulevard geschlendert, aber generell würde ich behaupten, dass San José ohnehin eher hässlich ist. Nach unserem kleinen Spaziergang haben wir dann in unserem Hostel eingecheckt. Eigentlich hatten wir zwei Zimmer gebucht (zumindest sind wir davon ausgegangen), aber im Endeffekt haben wir zu neunt mit zwei Fremden im absoluten Backpackerdorm geschlafen. Ich fand es im Prinzip ziemlich cool, aber die allgemeine Meinung hat sich dort ein wenig geteilt ;) Vor allem als auf einmal ein netter “Jamaikaner” in einem unserer Betten lag, weil er dachte, dass es seins wäre.

Unser Wochenende war optimal geplant, da wir Samstag nachmittag wieder nach Heredia gefahren sind und dort abends einen Film im Kino geguckt haben. Und das alles nur, um Sonntag morgen in alter Frische wieder nach San José aufzubrechen und von dort zum Vulkan Irazú zu fahren. Hört sich an sich alles vielversprechend an, das Problem war allerdings, dass wir eine Stunde zu spät in San José ankamen und somit den einzigen Bus, der zum Irazú fährt, verpasst haben. Geschickt wie wir sind, haben wir schnell einen Alternativplan entworfen und sind kurzerhand nach Cartago gefahren. Dort hatten wir allerdings nach ca. 1 Stunde alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert und standen um 11 Uhr schon wieder ohne weiteren Plan im Regen. In Cartago hat es die ganze Zeit geregnet (was zu erwarten war, da es die regenreichste Region Costa Ricas ist) und daher haben wir uns gegen eine weitere Stadtbesichtigung (Orosí) entschieden und sind stattdessen nach bzw. ins Paraíso gefahren. Es war geplant einen Schmetterlingsgarten zu besuchen. Leider hat sich herausgestellt, dass dieser besagte Garten nicht mehr existiert - immerhin hatte der Taxifahrer mit uns seinen Spaß. Somit haben wir uns dann doch wieder auf den Weg nach Heredia gemacht. Den Sonntag kann man also wie folgt zusammenfassen: Viel Regen, viel Bus und viel Pech! Aber das muss man auch mal erlebt haben, witzig war es trotzdem ;) Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass wir den Irazú wegen Nebel ohnehin nicht hätten sehen können. Ob das wirklich stimmt, wird man allerdings nie herausfinden. Den Irazú haben wir nun aus unserem Programm gestrichen und fahren das kommende Wochenende zum Arenal, zum wohl bekanntesten Vulkan Costa Ricas. Drückt alle die Daumen, dass er Samstag abend, wenn wir in den Hot Springs baden, ausbricht! :)

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Cartago/

Damit ihr was zu lachen habt!

16. November 2010

15.11.
Ein wichtiges Detail, das ich euch nicht vorenthalten möchte, damit ihr nicht so unglaublich neidisch auf mich sein müsst: Wir haben seit heute kein Wasser mehr! Dusche geht nicht, Wasserhahn geht nicht und die liebe Toilettenspülung ebenfalls nicht. PURA VIDA!

16.11.

Wir haben wieder ein wenig Wasser! Heut morgen wurd ich von einem leisen Plätschern geweckt und musste mit einem kleinen Schrecken feststellen, dass sich ein kleiner Fluss durch mein Zimmer schlängelte, weil die Mutter diesen Wasserhahn extra geöffnet hatte, damit wir merken, falls es ein bisschen Wasser gibt. War ich froh, dass der eine Bruder schon wach war, alleine hätte ich den Wasserhahn nicht zu bekommen. :D Dann haben wir eben in der frühen Morgenstunde ein paar Töpfe mit Wasser abgefüllt bevor der Wasservorrat wieder ausgeschöpft ist. Mittlerweile kommt aus allen Wasserhähnen wieder Wasser, nur die Dusche funktioniert noch nicht. Somit komm ich jetzt doch in den Genuss der berühmt berüchtigten Eimerdusche mit EISkaltem Wasser! ;)

Photobucket

Monteverde!

15. November 2010

Hier ist der nächste Blogeintrag! Mir ist aufgefallen, dass ich bei dem Bericht über Tortuguero gar nicht geschrieben habe, wer “wir” sind. Also klär ich euch jetzt auf: Unsere Crew besteht aus sechs unschlagbaren Charakteren ;) Lucia, Gisela, Jessi, Janine und Jo. Es ist furchtbar witzig und wir verstehen uns alle sehr gut. Die Truppe könnte gar nicht besser sein (und das ist wirklich nicht übertrieben).

Dieses Wochenende haben wir uns also nach Monteverde in die Nebelwälder aufgemacht. Dort ist es relativ kalt und deswegen haben wir unsere wärmsten Klamotten herausgekramt. Samstag morgen wurden wir um 7.30 Uhr zu einer Hängebrückentour (puentes colgantes) in den Wald aufgebrochen. Unser Shuttle stand pünktlich um 7.30 Uhr vor dem Hostel, allerdings war unser für 7 Uhr bestelltes Frühstück noch nicht fertig. Typisch Costa Rica. Wir haben unser Essen dann noch schnell verschlungen, aber eigentlich war es gar nicht so schlimm, dass wir verspätet waren. Aber das ist eben Tico Time und Pura Vida :) Nur die anderen Touristen haben ein wenig komisch geguckt, als wir dann aus dem Hostel gekrochen kamen. Die Führung durch den Wald war ganz cool, haben auch ein paar Tiere gesehen (auch wenn wir uns eigentlich mehr erhofft hatten, da wir die frühe Tour gebucht hatten), z.B. einen Nasenbär, riesige “Ratten”, Kolibris und ein paar andere Vögelchen oder aber auch ein sehr spektakuläres Eichhörnchen ;) Das Beste an der Tour war es aber auf die Bäume zu klettern! Doch auch das wurde später noch um Längen getoppt. Das Highlight in Monteverde war nämlich definitiv die Canopy Tour. Dabei rast man an ein paar Kabeln durch die Wälder, teilweise auch in sehr luftigen Höhen. ;) Neben den “normalen” Kabeln gab es aber auch einige noch aufregendere. Dazu gehört zum einen der sogenannte Superman, bei dem man über eine Schlucht fliegt und tatsächlich das Gefühl hat, als könnte man selber fliegen. Cool dabei ist auch, dass man am Anfang gar nicht sieht, wohin die Reise geht, weil es an diesem Abschnitt wirklich nebelig war. Das krasseste war aber die Tarzan Swing. Guckt euch dazu das Foto an, dann wisst ihr wieso ;) Man springt nämlich tatsächlich wie Tarzan an einer Liane von einem Turm und fällt erst einmal einige Meter in die Tiefe bevor man merkt, dass man wirklich von den Seilen gehalten wird. :)
So, das war’s zu Monteverde. Es sind noch einige andere witzige Sachen passiert, die man aber schlecht hier veröffentlichen kann, da sie top secret sind ;o) Ich mach mich jetzt auch in die Weltstadt Santa Barbara auf. Ihr hört von mir!

Hier sind die Fotos:

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Monteverde/

Tortuguero

12. November 2010

Hallo zusammen!

Ich liege gerade in der Hängematte vor meinem Zimmer und lass es mir gut gehen :) Ihr dürft ruhig neidisch sein, der Regen bleibt uns doch tatsächlich erspart im Moment! Heute erzähle ich mal ein wenig von unserem Trip nach Tortuguero. Es war wirklich cool will ich jetzt schon einmal festhalten.

Wir sind Freitag morgens um 6 Uhr losgefahren. Die Anreise hat sich echt gezogen, wir waren ca. 8 Stunden unterwegs. Aber wenn man nicht früh genug an der Bushaltestelle steht, kann es schon einmal passieren, dass man vier Stunden im Reisebus stehen muss. Und das wollten wir unter allen Umständen verhindern. Insgesamt mussten wir viermal umsteigen, bevor wir das Boot nach Tortuguero betreten konnten. Dieses Boot war ein netter kleiner Kahn, der uns doch erstaunlich sicher durch die von Krokodilen bewohnten Flüsse ans Ziel gebracht hat. Wir haben zwar bei diesem Trip keine Krokodile zu Gesicht bekommen, aber in den Genuss sind wir zum Glück später noch gekommen. Als wir um halb 3 endlich auf der Insel angekommen waren, haben wir erst einmal unser Hostel ausfindig gemacht. Anschließend haben wir uns auf der Insel umgesehen, um das Karibikfeeling zu genießen. Die Insel war wirklich schön, auch wenn das Wetter nicht hundertprozentig mitgespielt hat. Nachmittags haben wir eben noch ein paar Babyschildkröten am Strand gesehen. Abends ging es auf das Reggaefestival. Die erwartete Menschenmasse blieb zwar aus, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß :)

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Einheimischen, der uns auch schon die Schildkröten gezeigt hat, auf eine exklusive Bootstour. Wir haben in einem Paddelboot den Dschungel erkundet (dass es dort auch so große Krokodile wie unser Bötchen gibt, hat mich dann doch ein wenig geschockt). Während dieser Tour haben wir neben ein paar Schmetterlingen auch ein Babykrokodil, ein Faultier und einige Affen gesehen. Shrimps und Lurche waren auch dabei. Außerdem haben wir aus Kokosnüssen getrunken – schmeckt nur leider gar nicht so geil, wie es sich anhört. Aber insgesamt war die Bootstour auf jeden Fall ein cooles Erlebnis!

Am Nachmittag sind wir dann ein weiteres Mal zum Strand gegangen, diesmal waren wir auch im Wasser. Der Strand war schwarz, wie das an der Karibikküste mehr oder weniger normal ist. Auch wenn es auf den Fotos nicht unbedingt so aussieht, war es schön warm. Vor allem das Wasser war deutlich wärmer, als wir erwartet hatten. Später haben wir eine kleine Houseparty in unserem süßen, schönen Hostel gefeiert, in dem wir uns wie zuhause gefühlt haben. ;)

Am nächsten Tag sind wir noch ein letztes Mal über die Insel gelaufen und haben uns danach auf den Weg nach Hause gemacht. Unser erstes costa-ricanisches Wochenende war in jedem Fall ein Erfolg!

Ich hoffe, es geht euch allen gut.

Bis bald!

Judith

PS: Nachdem ich diesen Blogeintrag endlich veröffentlicht habe, hat uns die Regenzeit doch schon wieder eingeholt. Vorhin bin ich sozusagen fast zur Schule geschwemmt worden ;)

Hier schon einmal einige Fotos:

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/Tortuguero/

http://s1214.photobucket.com/albums/cc482/JudithCostaRica/



Strompreise Berlin | Immobilien Hannover | Versicherungen | Chinesische Drachen | Bauen und Wohnen |

Ein kostenloser Blog von blogservice.de