Feliz Navidad! :)
15. Januar 2011Weihnachten in Costa Rica zu feiern, war in jedem Fall eine interessante Erfahrung! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, dass seit Anfang November (im Prinzip seit ich hier bin!) die Häuser unglaublich viel und übertrieben gechmückt waren (mittlerweile ist die Deko seit ein paar Tagen wieder weggeräumt). Man kam sich fast vor wie in Amerika, da die Lichter meist bunt und blinkend und viel aufwendiger waren als die, die man normalerweise aus Deutschland kennt. Es sei denn, man kennt das eine Haus auf der Mühlenstraße das wir in der Weihnachtszeit immer nur als “Kirmes” bezeichnet haben. Mit dem Vergleich habt ihr eine ungefähre Vorstellung ![]()
Aber dann möchte ich euch einmal von meinem Heiligabend erzählen. Mit den beiden kleinen Jungs und meiner Mutter bin ich abends in die Kirche gegangen. Der Älteste wollte nicht und der Vater war von der Arbeit noch nicht nach Hause gekommen. Daniel und Juan haben in der Kirche herumgealbert und das Handy von meiner Mutter hat mitten in die Stille hinein geklingelt und zwar mit einem chinesischen Gebetsgong
Da musste sogar sie selbst lachen, auch wenn sie wirklich gläubig ist. Nach der Kirche hat meine Mutter all ihren Freundinnen erzählt, dass ich beim Tamales-Machen (ihr erinnert euch
) gefragt habe, wieviele Tage wir Tamales essen würden. Das war natürlich eine Story, über die alle Ticos herzlich gelacht haben. Das Lustige an der ganzen Geschichte war allerdings, dass wir Heiligabend gar keine Tamales gegessen haben. Als wir nach Hause kamen, war der Vater von der Arbeit zurück und hatte einen Haufen Grillfleisch mitgebracht. Das war das beste Fleisch, was ich während meiner Zeit in Costa gegessen habe
Wir haben noch kurz unsere Geschenke überreicht und meine Gastfamilie hat sich über meins tierisch gefreut. Ich hab ihnen einen Gutschein für den Freizeitpark in San José geschenkt, da ich wusste, dass das ein großer Wunsch der Kinder ist, aber die Familie sich nicht den Eintritt für alle leisten kann. Später am Abend haben wir in der Küche noch Whiskey getrunken und saßen gemütlich zusammen, während ab und zu jemand aus der Nachbarschaft vorbeigeschaut hat, u.a. auch ein Nicaraguaner, den ich leider gar nicht verstanden hab. Daraus haben natürlich wieder alle einen Scherz gemacht und versucht mich zu verwirren und hereinzulegen, aber so ist meine Familie nun mal
Ohne diese Angewohnheit wäre es allerdings auch nur halb so witzig!
Am nächsten Tag sind wir morgens früh in den Freizeitpark gefahren. Ihr habt euch die Fotos sicher schon angeschaut, im Prinzip sieht der Freizeitpark wie die deutschen aus, auch wenn die Palmen natürliche Bäume und keine Atrappen sind
Wir waren auf allen Attraktionen und auf einigen sogar mehrere Male, da die Jungs nicht genug bekommen konnten. Abends sind wir noch durch San Joaquín gefahren und haben uns die Weihnachtsbeleuchtung angeschaut. Nach einer Pizza sind wir alle sehr müde in unsere Betten gefallen.